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Italien – Sizilien

Anbaugebiet Sizilien
Sizilien ist die größte Insel des Mittelmeeres und durch die Straße von Messina von der Stiefelspitze des italienischen Festlandes getrennt. Das Eiland ist der Überrest einer Landbrücke die einst den europäischen mit dem afrikanischen Kontinent verband. Über 80 Prozent der Fläche Siziliens sind Berg- oder Hügelland, im Zusammenspiel mit dem mediterranen Klima und vulkanischen Böden, günstige Voraussetzungen für ertragreichen Weinbau, was mit knapp 14 Prozent Anteil an der gesamt italienischen Weinerzeugung eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird. Doch noch bis vor 25 Jahren konnte kaum ein Weinliebhaber etwas mit sizilianischen Weinen anfangen, obwohl der Weinbau durch die Griechen seit fast 3000 Jahren eine reiche Tradition besitzt. Erst in den neunziger Jahren begann eine kleine Elite sizilianischer Winzer damit, dem großen brachliegenden Erbe wieder neues Leben einzuhauchen und ebnete damit den Weg zur sizilianischen Weinrenaissance der letzten Jahrzehnte. Glücklicherweise vorbei sind die Zeiten, nach denen sizilianische Weine nach den Häfen benannt wurden, in denen sie zur Weiterproduktion in den Norden verschifft wurden. Setzten die Protagonisten des sizilianischen Aufschwungs zuerst auf den Anbau internationaler Rebsorten, um auf dem Weltmarkt in Konkurrenz zu treten, verlagerten Sie ihre Bemühungen nach den ersten Erfolgen zunehmend auf die alten, einheimischen Sorten, die einem breiteren Publikum viel zu lange verwehrt waren. Was Sizilien als Weinregion so einzigartig macht, sind sicher die teilweise extremen Unterschiede im Bezug auf Mikroklima und Bodenbeschaffenheiten. So unterhalten fast alle erfolgreichen Weingüter gleich mehrere Kellereien auf die Spitzenlagen der Insel verteilt, um die ganze Vielfalt sizilianischer Weinkultur einfangen zu können. Rund um den Etna entstehen beispielsweise geradezu filigrane, mineralisch anmutende Weine, was Höhenlagen bis auf 1000 Meter und den daraus resultierenden Temperaturunterschieden geschuldet ist. Würde man aufgrund der südlichen Lage Siziliens vermuten das allgemein mehr rote Rebsorten angebaut werden, würde man sich doch täuschen, da die meist-angebaute Traube der Insel eine weiße ist, was jedoch am weltbekannten Likörwein Marsala liegt, der größtenteils aus der Rebsorte Catarratto besteht. Weitere wichtige weiße Rebsorten sind Grillo, Grecanico und Inzolia. Bei den roten Sorten sind natürlich der bereits erwähnte Nero d'Avola, Nerello in der Gegend um den Etna, sowie Perricone und Frappato zu nennen.
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